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Um die Speichergröße einer Regenwasseranlage zu berechnen, müssen einige Faktoren berücksichtigt werden.

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1. Niederschlagsertrag am Wohnort

Wie aus der Karte ersichtlich wird, sind die Niederschläge in Deutschland unterschiedlich verteilt. Das ist auf meteorologische Unterschiede wie z.B. östlich der Elbe aber auch auf den erhöhten Schneefall im Süden zurück-zuführen. Auf alle Fälle können diese Werte aber als Grundlage für eine Berechnung genutzt werden.

Folgende Formel wird für eine einfache Berechnung des Ertrages angewendet:

Regenertrag (l/Jahr) =

Niederschlagshöhe (mm) x Auffangfläche (m²) x Verlustfaktor

- die Niederschlagshöhe ergibt sich aus der Karte bzw. aus der Tabelle

- als Auffangfläche wird die Grundfläche des Hauses angenommen

- der Verlustfaktor ist vom jeweiligen Dachbelag abhängig.

Dieser beträgt bei einem Ziegeldach 0,75, bei einem Metalldach 0,9 und bei einem Kiesdach 0,6.

Am Standort Berlin ergibt sich folgende Berechnung für ein Einfamilienhaus mit 120 m² Grundfläche und Frankfurter Pfanne:

560 mm x 120 m² x 0,75 = 50,4 m³ = 50400 l

Somit ständen dem Einfamilienhaus 50,4 m³ Niederschlagswasser pro Jahr zur Verfügung.

2. Ertrag, Verbrauch und Speichergröße

Nachdem die jährlich zur Verfügung stehende Niederschlagsmenge festgestgestellt, wird nun der zu erwartende Verbrauch ermittelt. Dazu einige Grundwerte:

Toilettenspülung: 20 l / Person & Tag Waschmaschine: 12 l / Person & Tag Gartenbewässerung: 0,25 l/ m² & Tag

Bei einem 4-Personenhaushalt mit 100 m² Gartenfläche ergibt sich damit ein täglicher Bedarf von 153 l / Tag und 55845 l / Jahr.

Um zur Speichergröße zu gelangen, vergleicht man jetzt den errechneten Regenertrag mit dem zu erwartendem Bedarf: Weicht der Ertrag um weniger als 20 % ab, ergibt sich folgende Formel:

Tankgröße l = Regenertrag x 0,05

Ist die Abweichung größer als 20 % ergibt sich die Formel:

Tankgröße l = Regenertrag x 0,03

Für unser Beispiel ergibt sich also:

50400 l x 0,05 = 2520 l

Zum Einsatz würde also eine Zisterne von 3300 l Speichervolumen kommen. Damit würde ein Deckungsgrad von ca. 75 % erreicht.

Die verbleibenden 25 % werden durch die Trinkwassernachspeisung sichergestellt.