SOLARKONZEPT GmbH Pasewalker Str.76 13127 Berlin Tel.: 030/48626906 Mail to: info@zisterne.com
Startseite
Geschichte der
Regenwassernutzung
Regenertrag und Speicherauslegung
Die Technik
Der Bau
Onlineshop
Solartechnik
Kontakt

Burgzisterne

Istanbul

neuzeitliche arabische Zisterne

Einige Bemerkungen zur Geschichte von Regenwasseranlagen


Die Geschichte der Zisterne und der Nutzung von Niederschlagswasser reicht bis weit

in die Antike zurück . Besonders in Gebieten, wo eine Wasserversorgung nur in bestimmten

Jahreszeiten gewährleistet ist, auf ungünstigen Höhenlagen oder aber auch bei größeren

Einwohnerzahlen wurde früh über eine Speicherung von Wasser nachgedacht.

Allgemein gab es zwei verschiedenen Formen der Zuführung von Wasser in einen Speicher.

Einerseits wurde Regenwasser von den Dachflächen über ein Leitungssystem der Zisterne

zugeführt,oder es wurden Kanäle gebaut, die Wasser von weit entfernten Quellen in einen

nahen unterirdischen Speicher transportierten. Oberirdisch wurden meist Brunnnen

errichtet, um das Wasser zu fördern.

Eine besondere Rolle spielten schon sehr früh Festungs- und Burganlagen. Diese waren

meist auf Höhenlagen errichtet und mussten im Falle einer Belagerung vielen Menschen

eine Versorgung mit Wasser sicherstellen. Ein berühmtes Beispiel ist die Festung von

Mykene, erbaut ca. 1500 Jahre vor der Zeitrechnung, die eine sehr große Zisterne besaß,

in der Regenwasser für den Belagerungsfall gespeichert wurde.

In den Städten des römischen Reichs wurden teilweise Speicher mit einem Fassungs-

vermögen von einigen 100000 m³ gebaut, um die Versorgung der Bevölkerung zu

gewährleisten.

Im Mittelalter wurden in Deutschland besonders Burgen mit Regenwasserzisternen

ausgestattet, um für diverse Belagerungsfälle ausgerüstet zu sein. Um diese Zeit entwickeln

sich auch erste, zum Teil sehr effektive Techniken der Filterung des aufgefangenen Regens.

Zuerst hob man tiefe Gruben aus,deren Wände und der Boden mit einer wasser-

undurchlässigen Schicht aus Ton und Lehm verkleidet wurden. In der Mitte baute man

dann den eigentlichen Brunnen aus behauenen Steinen, der einen kreisrunden Schacht

ergab, aus dem später das Wasser geschöpft wurde. Die Steine wurden ohne Mörtel

aufeinandergesetzt, um das Wasser von aussen eindringen zulassen.

Der Zwischenraum von Brunnenschacht und Grubenwand wurde mit Sand und Kies

verfüllt und durch diese Schicht das Niederschlagswasser geleitet, das sich dann im

Brunnenschacht sammelte.

Einige sehr schöne Beispiele dieser Technik kann man heute noch auf thüringischen Burgen

betrachten, bei denen durch die vielen kriegerische Auseinandersetzungen solche Anlagen

notwendig waren.